Haftpflichtversicherung weil manche Dinge einfach unberechenbar sind

Die private Haftpflichtversicherung zählt zweifelsohne zu den wichtigsten Versicherungsarten. Es handelt sich in Deutschland zwar nicht um eine Pflichtversicherung, wie es zum Beispiel bei der Krankenversicherung der Fall ist, doch ohne einen solchen Versicherungsschutz lebt es sich sehr gefährlich. Man mag sich nur einmal vorstellen, man sei bei einem Freund zu Besuch, der sich für mehrere tausend Euro einen neuen Fernseher gekauft hat. Plötzlich stolpert man über die eigenen Füße und fällt direkt in das teure Gerät: Totalschaden! Wer hat schon genug Geld auf der Hinterhand, um einen solchen Schaden problemlos zu begleichen? Kaum jemand. Wer nun aber denkt, dies sei bereits das Worst Case Szenario, der liegt komplett falsch. Verursachte Personenschäden können nämlich noch weitaus kostspieliger sein. Wer einen Unfall verursacht und dabei einen Mitmenschen so stark verletzt, dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, muss für den kompletten Schaden aufkommen. Schnell gehen die Kosten in die Millionenhöhe und ruinieren die eigene Existenz. All diese Gefahren sollten Grund genug sein, sich mit einer privaten Haftpflichtversicherung abzusichern.

Eine private Haftpflichtversicherung, das muss in aller Deutlichkeit erwähnt werden, kommt jedoch nur für die Schäden im Privaten auf. Für berufliche Schäden ist die Berufshaftpflichtversicherung zuständig, die gerade für Selbstständige unverzichtbar ist. Man stelle sich einmal vor, ein Kunde kommt zu Besuch und aufgrund des Glatteises auf dem Grundstück fällt er hin und bricht sich das Bein. Man müsste für den Schaden aufkommen und die Behandlungskosten aus eigener Tasche finanzieren. Selbiges trifft zu, wenn man zum Beispiel einen Geschäftspartner besucht und versehentlich seine Designer-Ledertasche ruiniert. Nur mit einer Berufshaftpflichtversicherung ist man davor geschützt, einen solchen Schaden selber übernehmen zu müssen.

Doch damit ist der Bedarf an Haftpflichtversicherungen noch längst nicht abgedeckt. Wer einen Hund oder eine Katze besitzt, sollte unbedingt eine Tierhaftpflichtversicherung in Betracht ziehen. Tiere denken schließlich nicht darüber nach, ob sie eventuell einen größeren Schaden verursachen. Sie rennen zum Beispiel einfach über die Straße und scheren sich nicht darum, ob sie vielleicht einen Verkehrsunfall mit einem Schaden im sechsstelligen Bereich verursachen. Dafür jedoch wird der Besitzer aus allen Wolken fallen, wenn er für diesen Schaden plötzlich aufkommen muss. Mit einer Tierhaftpflichtversicherung wäre das nicht passiert.

Die KFZ-Haftpflichtversicherung ist hingegen eine Pflichtversicherung, die jeder Autobesitzer abschließen muss. Manchmal wäre es jedoch wünschenswert, eine solche Pflicht wäre auch bei den sonstigen Haftpflichtversicherungen vorhanden. Bis es soweit ist, liegt es eben in der Verantwortung eines jeden selbst, sich ausreichend abzusichern.